Vor 45 Jahren - Hattrick von Heinz Liedl

1965-Peißenberg-Ausschnitt

1966: Heinz Liedl schafft den Hattrick

Heinz Liedl mischte mit seinem Steyr-Puch in der deutschen Tourenwagenelite kräftig mit, wenn es um Motorsporttitel ging.

Der schnelle Puch Rennfahrer machte sich durch seine Erfolge in der Motorsportszene einen guten Namen im Kreis derer wie Siegfried Spiess, Günther Irmscher, Hubert Hahne, Sepp Greger, Edgar Barth, Hans-Dieter Dechent und Gerhard Schüler.

Liedl, damals schon seit einigen Jahren in der deutschen Bergmeisterschaft unterwegs, kannte die Rennstrecken und übersetzte seinen Puch für jede Rennstrecke optimal. Ein wichtiger Punkt, der dem schnellen Steyr-Puch Piloten zugute kam. Von Hannes Haering erhielt er die neuesten Nockenwellenversionen und war dadurch der Konkurrenz immer einen Schritt voraus. Nicht zu vergessen Ludwig Liedl, der Vater von Heinz, der für die Vorbereitung eines siegfähigen Autos sorgte. Werksseitig setzte BMW sogar Hubert Hahne auf einem Steyr-Puch ein, um die Erfolge von Liedl zu verhindern – jedoch erfolglos.

Liedl, 1964 und 1965 Titelträger in der Deutschen Tourenwagen-Bergmeisterschaft, brachte auch die Konkurrenz 1966 an den Rand der Verzweiflung. 14 Klassensiege standen auf dem Konto des amtierenden Bergmeisters, der sich als abschließenden Höhepunkt auch 1966 die Tourenwagen Bergmeisterschaft holte und somit den Hattrick schaffte. 

Für den schnellen Graßlfinger reichte es 1967 nochmal zur Vizemeisterschaft.

Heinz Liedl hatte mit seinem Puch über Jahre die deutsche Bergmeisterschaft entscheidend mitgeprägt.

Text: C. & H. Peter